Links, Presse & Berichte

 

Rundschreiben

28.03.2021

„Was man nicht bespricht, bedenkt man nicht recht.“ (Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre)

Liebe Mitglieder der Goethe-Gesellschaft,

die Zeitumstände sind nicht günstig, um etwas zu „besprechen“, in einen Austausch zu kommen. Wir befinden uns zwar im Frühjahr, aber der Schatten der Pandemie liegt über unseren Aktivitäten. Tröstlich und Hoffnung gebend in der Krise können Hölderlins berühmte Verse aus seiner Patmos-Hymne sein: „Wo aber Gefahr ist, wächst/ Das Rettende auch“. Unsere Dichter haben der Lebenshoffnung im aufblühenden Frühling vielfältig Ausdruck verliehen, z.B. Eichendorff in seinem Gedicht „Frische Fahrt“ („Laue Luft kommt blau geflossen/ Frühling, Frühling soll es sein“), auch Ludwig Uhland „linde Lüfte“ richten den Blick in die Zukunft: „O frischer Duft, o neuer Klang!/ Nun, armes Herze, sei nicht bang!/ Nun muss sich alles, alles wenden.“

Für die Rückmeldungen auf unser Januar-Rundschreiben danken wir, es wurde deutlich, dass die in Aussicht gestellten Vorträge und Veranstaltungen Ihr Interesse finden. Aktuell überlegen wir, wie sich mit digitalen Formaten die nicht durchführbaren Präsenzveranstaltungen etwas kompensieren lassen. Den Versuch, ein virtuelles „Verweile doch“-Treffen durchzuführen, sollten wir einmal wagen. Es wäre ein Test im Hinblick auf nachfolgende Online-Veranstaltungen mit Referenten.

Heute nun die Frage in unsere Runde: Wer kann sich vorstellen, an einem virtuellen „Verweile doch“-Treffen teilzunehmen, das wir in der Woche nach Ostern ansetzen würden?

Ich bitte um Rückmeldung per Mail von interessierten Mitgliedern, denen ich dann den Einladungslink versenden werde.
Ob im April ein Osterspaziergang in goetheschem Sinne möglich sein wird, muss sich zeigen. Momentan kursiert bekanntlich die Parole: WirBleibenZuhause.

Lassen Sie sich nicht verdrießen – bleiben Sie zuversichtlich, goethisch inspiriert, …

Ihr
Reinhard Schwab

 

31.01.2021

„Und nun soll Geist und Herz entbrennen, / Vergangnes fühlen, Zukunft schaun.“ (Aus: J.W. v. Goethe, Des Epidemenides Erwachen)

Liebe Mitglieder der Goethe-Gesellschaft,

ein neues Jahr hat begonnen, das letzte war außergewöhnlich genug. Wir müssen damit rechnen, dass das Thema Corona noch nicht erledigt ist.

Im Rückblick bleibt festzustellen, dass unser letztjähriges Programm arg reduziert war. Wir haben ein Jahr der Einschränkungen, Verschiebungen und Absagen hinter uns. Häuslichkeit war und ist immer noch angesagt. Literarische Inspirationen durch Begegnungen, Veranstaltungen, Feiern innerhalb unserer Goethe-Gesellschaft fehlen.

Die Ilmenau-Exkursion mussten wir verschieben, ebenso die für den 1.10.20, 19 Uhr geplante Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Holm-Hadulla – Sympathy for the Devil“ (Neuansetzung voraussichtlich im Mai 2021); das vorweihnachtliche Treffen auf die Terrasse des Parkhotels musste entfallen, auch die Vortragsveranstaltung mit Herrn Prof. Dr. Detering (Universität Göttingen) im Goethe-Haus Frankfurt im Dezember.

Mit einem auf 20 Euro reduzierten Jahresbeitrag 2021, der im Februar fällig wird, möchten wir auf diese Corona-Ausfälle reagieren.

Detaillierte Planungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind eine Herausforderung. Gern nehmen wir aber Wünsche, Ideen und Anregungen entgegen.

Beim Aufstellen des Jahresprogramms sind wir voller Erwartung, was davon letztendlich durchgeführt werden kann. Was spricht in dieser Situation dagegen, dass wir auch einmal virtuell zusammenkommen, und zwar im Rahmen einer Videokonferenz? Ein „Verweile doch“-Treffen in diesem Format erscheint mir ohne weiteres denkbar. Als zentrale Themen haben sich im letzten Jahr „Herkunft“ von Sasa Stanisic und „Mein Lieblingsgedicht von Goethe“ herauskristallisiert.

Auch dürfte es im Laufe der nächsten Wochen wieder möglich sein, sich zu einem gemeinsamen Spaziergang zu treffen, evtl. im Park von Schloss Fasanerie.

Zu überlegen wäre, ob wir einen Online-Vortrag einrichten, quasi als Notbehelf.

Eine ganze Reihe von Vortragsveranstaltungen wartet auf eine pandemietaugliche Realisierung im aktuellen Jahr, etwa Vorträge von Prof. Dr. Anne Bohnenkamp, Direktorin Freies Deutsches Hochstift Frankfurt, zum Thema „Goethe und das Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt / M.“, von Prof. Dr.  Stefan Matuschek, dem Präsidenten der Goethe-Gesellschaft Weimar (Thema „Goethes ‚Faust‘“), auch von Prof. Dr. Frieder von Ammon (Leipzig) zum Thema „Goethes Fluchten“ und Prof. Dr. Uwe Hentschel (TU Chemnitz) zum Thema „Faszinosum Handschrift oder Warum Goethe Autographen sammelte“.

Rückmeldungen sind erwünscht, damit wir die oben angesprochenen Aktivitäten fortführen können.

Die 87. Hauptversammlung der Goethe-Gesellschaft in Weimar ist für den 26. bis 28. Mai geplant (Thema: Goethe im Streit). Einer Teilnahme der Fuldaer Goethe-Gesellschaft steht nichts entgegen.

Im Namen des Vorstands wünsche ich Ihnen / euch Gesundheit und Glück im neuen Jahr. Hoffen wir auf ein baldiges, persönliches Wiedersehen!

Herzlich grüßt Ihr / euer
Reinhard Schwab

 

19.10.2020

„Was man nicht versteht, besitzt man nicht.“ (J. W. von Goethe, Maximen und Reflexionen. Aus Kunst und Altertum)

Liebe Mitglieder der Goethe-Gesellschaft,

ich hoffe, Sie alle erfreuen sich guter Gesundheit!

Die Corona-Realität macht Planungen schwierig, das Geschehen ist dynamisch. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, warnt vor den „drei Gs“: dies sind Gruppen und Gedränge, Gespräche (in lebhafter Atmosphäre), geschlossene Räume. Solche Bedingungen ermuntern leider nicht zu großen Taten in Bezug auf ‚physische‘ Veranstaltungen. Unsere Ilmenau-Exkursion mussten wir deshalb auch verschieben (Busfahrt).

Bislang ist es bei einer Präsenzveranstaltung geblieben (natürlich unter strenger Beachtung der Hygienevorschriften): am 24.09.20, 19 Uhr referierte Dr. Paul Kahl auf einem Akademieabend im Bonifatiushaus Fulda zum Thema „Goethe und das Christentum“.

Die für den 1.10.20, 19 Uhr geplante Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Holm-Hadulla – Sympathy for the Devil“ – mussten wir leider absagen, da unser Referent sich in Quarantäne befand. Herr Holm-Hadulla lässt herzlich grüßen und hat eine Neuansetzung für Mai 2020 angekündigt.

Für unsere „Verweile doch“-Treffen haben sich zwei zentrale Themen herauskristallisiert:  „Herkunft“ von Sasa Stanisic, „Mein Lieblingsgedicht von Goethe“. Eine Zusammenkunft von max. 10 Personen erscheint möglich, ausschlaggebend wird aber die Pandemiesituation sein.

Mittlerweile zeichnet sich eine ganze Reihe von Vortragsveranstaltungen ab, deren Realisierung wir in den nächsten Monaten planen. Als Referenten kommen beispielsweise infrage

  • Dr. Anne Bohnenkamp (Direktorin Freies Deutsches Hochstift Frankfurt) zum Thema „Goethe und das Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt / M.“
  • Dr.  Stefan Matuschek (Präsident der Goethe-Gesellschaft Weimar) zum Thema „Goethes ‚Faust‘“
  • Dr. Frieder von Ammon (Leipzig) zum Thema „Goethes Fluchten“
  • Dr. Uwe Hentschel (TU Chemnitz) zum Thema „Faszinosum Handschrift oder Warum Goethe Autographen sammelte“

Zu einem vorweihnachtlichen Treffen an einem Adventssonntag werden wir – hoffentlich – auf die Terrasse des Parkhotels einladen können. Das Restaurant plant nämlich einen kleinen Weihnachtsmarkt.

Im Goethe-Haus Frankfurt findet am 7. Dezember 2020 eine Vortragsveranstaltung mit Herrn Prof. Dr. Detering (Universität Göttingen) statt (19 Uhr), Thema: „Der Kampf gegen das Meer: Ökologisches im Faust II“. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit einer gemeinsamen Teilnahme.

Ich freue mich sehr auf ein baldiges, persönliches Wiedersehen!

Mit herzlichen Grüßen
Reinhard Schwab, 1. Vorsitzender

 

27.08.2020

„Was nicht vorwärts gehen kann, schreitet zurück.“ (J. W. von Goethe)

Liebe Mitglieder der Goethe-Gesellschaft,

das Zeitgeschehen ist nach wie vor von der Corona-Pandemie geprägt. Ich hoffe, dass Sie bislang gesund und zuversichtlich durch die herausfordernde Zeit gekommen sind.  Aktivitäten – wie Lesungen, Rezitationen, Exkursionen, Angebote für Schüler – sind leider eingeschränkt. Unsere Ilmenau-Exkursion mussten wir auch verschieben, zunächst in den Oktober.

Nach unseren derzeitigen Planungen gehen wir davon aus, folgende beide Präsenzveranstaltungen unter Beachtung der Hygienevorschriften durchführen zu können:

  • Donnerstag, 24.09.20, 19 Uhr: Akademieabend im Bonifatiushaus Fulda, Thema: „Goethe und das Christentum“ (Referent Dr. Paul Kahl, Universität Göttingen) (s. Anhang; Anmeldung bis zum 23.9.20 möglich)
  • Donnerstag, 1.10.20, 19 Uhr: Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Holm-Hadulla, Thema: „Sympathy for the Devil“ (s. Anhang)

Abhängig von der Wetterlage werden wir weitere Treffen relativ kurzfristig – vorzugsweise im Freien – anbieten.

  • „Verweile doch“ am Mittwoch, 9.9.20, 17 Uhr / Einstieg in den Roman „Herkunft“ von Sasa Stanisic (Einladung per Mail erfolgt!)
  • Mein Lieblingsgedicht von Goethe“ – Gedankenaustausch über Goethes Lyrik (Termin im September)

Hinweis:
Im Goethe-Haus Frankfurt findet im Dezember eine Vortragsveranstaltung mit Herrn Prof. Dr. Detering (Universität Göttingen) statt (7.12.20, 19 Uhr), Thema: „Der Kampf gegen das Meer: Ökologisches im Faust II“. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit einer gemeinsamen Teilnahme.

Ich freue mich sehr auf ein baldiges, persönliches Wiedersehen!

Mit herzlichen Grüßen
Reinhard Schwab, 1. Vorsitzender

 


 

Links

Internetauftritt der Goethe-Gesellschaft in Weimar e. V. (Link)

 


 

Unsere Pressemeldungen

Mitgliederversammlung der Goethe-Gesellschaft Fulda e. V. am 23.01.2020

Die Goethe-Gesellschaft Fulda, als eine Ortsvereinigung der Weimarer Muttergesellschaft im vergangenen Jahr gegründet, richtete ihre diesjährige Mitgliederversammlung im Parkhotel Kolpinghaus in der Fuldaer Goethestraße aus.

Der Bericht des ersten Vorsitzenden Reinhard Schwab enthielt einen Überblick über die positive Mitgliederentwicklung sowie über die Vereinsveranstaltungen. Zwei Vorträge zu Sprache und Literatur stachen besonders hervor: Josef Kraus, Preisträger des Deutschen Sprachpreises  2018, referierte im Bonifatiushaus Fulda zum Thema ‚Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt‘. Dr. Paul Kahl von der Weimar-Jena-Akademie gestaltete einen Vortragsabend zu Theodor Fontane mit einem Exkurs über Fontanes Goethe-Lektüre. Beide Vorträge waren gut besucht und regten zu allgemeiner Diskussion an. Eine Exkursion nach Frankfurt am Main ließ die Teilnehmer auf Goethes Spuren wandeln. Anlässlich des 270. Geburtstages des großen Dichters kredenzte die Goethe-Gesellschaft einen Goethe-Riesling aus dem Rheingau auf dem Fuldaer Weinfest.

Außerdem fanden mehrere „Verweile doch“-Treffen statt, wo sich Mitglieder und Interessierte über ihre Leseerfahrungen und andere kulturelle Ereignisse austauschen konnten.

Eine exzellente Kassenführung wurde Bastian Ludwig bescheinigt. Nach einer kurzen Aussprache und dem Bericht der Kassenprüfer entlastete die Mitgliederversammlung den Vorstand. Informationen über das neue Programm sind der Website zu entnehmen.

 


 

Presseberichte

Auf den Spuren eines großen Dichters. Goethe-Gesellschaft Fulda gegründet (Fuldaer Zeitung, 18.03.2019) (Link)

Goethe-Gesellschaft stellt sich auf dem Weinfest vor (Osthessen-News, 07.09.2019) (Link)